Produkte

Kachelofen- und Kaminbau

Planung

Wissen
  + Wärme
  + Kaminvarianten
  + gesetzl. Vorgaben
  + Frage & Antwort
  + Ofenlexikon

VARIANTEN
+ Modern
+ Klassisch
+ Stilkamine
+ Gaskamine
+ Grundofen

Kamin-Bausätze
+ Eckkamine
+ Wandkamine
+ Freistehende Kamine

REFERENZEN

Sie sind hier: Startseite > Produkte > Kachelofenbau > Wissen > Frage & Antwort

 

Kachelofen- und Kaminbau

Wissen

Fragen & Antworten

 
Wassertechnik   Feuerungstechnik   Brennstoff  

Fragen-Antworten zur "Wassertechnik"


Antworten

Fragen

 

Bis zu welchem Wärmebedarf ist eine Kachelofenzentralheizung realisierbar?

Eine Kachelofenzentralheizung macht Sinn bis zu einem Objektwärmebedarf von max. 9 kW. In Verbindung mit unserem Pelletmodul bis max. 12 kW.

Die Thermische Ablaufsicherung tropft - was ist die Ursache?

Wasser darf im Auslauf der TAS nur austreten, wenn die Kesseltemperatur über 95°C liegt. Ist der Kessel unter dieser Temperatur dann ist das Ventil undicht. Vermutlich verhindern Schmutzpartikel zwischen Ventilsitz und Dichtung das dichte Abschließen. Durch Betätigen des roten Knopfes/Handrades wird das Ventil zwangsweise geöffnet und gespült. Schaden kurzfristig beheben. Eine tropfende TAS führt zur Verkalkung des Wärmetauschers und damit zum Versagen der Sicherheitseinrichtung!

Ist ein stromloser Betrieb der Kachelofen-Zentralheizung möglich?

Stromloser Betrieb ist möglich, wenn die Heizungsanlage als Schwerkraftanlage ausgeführt ist. Diese Anlagenbauweise benötigt zum Transport des Heizwassers vom Heizkessel zu den Verbrauchern keine elektrisch betriebene Pumpe. Allerdings wird diese Anlagenbauform wegen anderer Nachteile nur noch sehr selten gebaut. Bei Pumpen-Heizungsanlagen wird das im Kessel erzeugte Heizwasser bei Stromausfall nicht in die Heizungsanlage transportiert, die Kesseltemperatur steigt in kritische Bereiche. Bei Temperaturen über 95°C im Kesselwasser spricht die Thermische Ablaufsicherung an und führt die Wärme ungenutzt in den Ablauf. Diese Sicherheitseinrichtung setzt einen ausreichenden Wasserdruck in der Kaltwasserzuleitung (größer 2 bar) voraus. Ist auch die Wasserversorgung aufgrund des Stromausfalles nicht mehr gewährleistet kann die Feuerungsanlage nicht betreiben werden. Ein Notbetrieb ohne Strom ist also prinzipiell möglich, jedoch sind hierbei die Sicherheitsrichtlinen der jeweiligen Systemanbieter zu berücksichtigen.

Kann die TAS gewartet werden?

Ja - allerdings ist dies eine Tätigkeit für einen Sachkundigen.

Kann ein HKD 4.1 SK mit nur einem Abgasweg (ausschließlich über den Wasserwärmetauscher) betrieben werden?

Nein, aus technischen Gründen werden die Rauchgase in der Anheizphase nicht über den Wasserwärmetauscher sondern einen zweiten Abgasweg (üblicherweise einen keramischen Zug als Speicherwärmetauscher) abgeführt. Damit wird die Verschmutzung der Wasserwärmetauscherflächen deutlich reduziert, die Bildung von Kondenswasser im Kesselteil verhindert.

Kann eine Kachelofen-Zentralheizung als alleiniges Heizgerät eingesetzt werden?

In Gebäuden mit einem niedrigen Energiebedarf kann der gesamte Wärme-, Heiz- und Warmwasserbedarf durch eine Kachelofen-Zentralheizung erzeugt werden. Somit entfallen die Kosten für ein zusätzliches Heizgerät.

Können Kachelofen-Zentralheizungen auch in Häusern mit hohem Energiebedarf eingesetzt werden?

Kachelofen-Zentralheizungen können prinzipiell überall eingesetzt werden. Ein wesentlicher, begrenzender Faktor ist der Bedienaufwand für die Brennstoffversorgung der Scheitholzfeuerungen. Eine Kombination mit beliebigen anderen Wärmeerzeugern ist realisierbar. Hier dient üblicherweise ein Pufferspeicher als Wärmesammler, der Wärme von unterschiedlichen Wärmeerzeugern sammelt und an die Heizungsanlage abgibt. In Häusern mit hohem Energiebedarf wird ein zusätzliches Heizsystem eingesetzt werden. Steht eine nachhaltige, umweltfreundliche Energieversorgung im Vordergrund, empfiehlt sich eine Kombination der Kachelofen- Zentralheizung mit Solarthermie und/oder einem Biomassekessel.

Können verschiedene Wärmeerzeuger an den Pufferspeicher angeschlossen werden?

Ja, es können verschiedene Wärmeerzeuger angeschlossen werden. Die Anforderung liegt hier in der sinnvollen Beladung und Entladung des Wärmespeichers, die eine entsprechende Hydraulik und Steuerungstechnik voraussetzt. Die BHZ bietet diese Systemlösung.

Mit welchem Wartungsaufwand ist bei Kachelofen-Heizungsanlage zu rechnen?

Die Heizungsanlage teilt sich in Wärmeerzeugung und -verteilung. Für die Wärmeerzeugung ist bei einer Scheitholzfeuerung für Brennstoffbereitstellung und Reinigung ein höherer Bedienaufwand als bei Öl- oder Gasfeuerungen notwendig. Für den Bereich der Wärmeverteilung besteht kein Unterschied – diese Systeme sind fast wartungsfrei.

Muss die Thermische Ablaufsicherung geprüft werden?

Ja – einmal im Jahr durch einen Sachkundigen.

Verändert sich die Oberflächentemperatur des Kachelofens durch das Warmwassersystem?

Mit zunehmendem Warmwasseranteil nimmt die mittlere Oberflächentemperatur des Kachelofens ab. Im Rahmen der Systemplanung ist es jedoch möglich, an gewünschten Abschnitten des Kachelofens höhere Oberflächentemperaturen vorzusehen.

Wann ist eine Kachelofen-Zentralheizung sinnvoll?

Für Gebäude mit einem niedrigen Heizenergiebedarf können herkömmliche Kachelöfen zuviel Energie liefern, der Kachelofen gibt also mehr Wärme als benötigt ab. Bei einem Kachelofen-Heizkessel wird aus einem gewissen Anteil der zugeführten Energie in Heizwasser produziert, der Anteil für die unmittelbare Erwärmung des Aufstellraumes is reduziert. Somit kann die im Kachelofen erzeugte Wärme optimal genutzt und der Einsatz von fossilen Brennstoffen zur Heizwassererzeugung reduziert werden.

Was ist eine Kachelofen-Zentralheizung?

Eine Kachelofen-Zentralheizung integriert ein Heizwassersystem in einen herkömmlichen Kachelofen. Mit der Kachelofen-Zentralheizung wird der umschließende Raum mit angenehmer Strahlungswärme beheizt und zugleich Heizwasser und/oder Brauchwasser zur Beheizung entfernter Räume und zur Warmwasserversorgung erzeugt.

Was ist eine Thermische Ablaufsicherung – warum ist sie notwendig?

Die Thermische Ablaufsicherung (kurz TAS) ist eine Sicherheitseinrichtung im Kessel-Wasserkreislauf zur Vermeidung von Temperaturen über 100°C. Wird Wasser über 100°C erhitzt entsteht Dampf, was in einem geschlossenen Kreislauf wie z.B. der Heizungsanlage zur Bildung von Überdruck führt. Zu großer Überdruck kann zum Bersten des Kessels führen - deshalb sind für alle Kesselanlagen zwei unabhängige Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben. Bei holzbefeuerten Heizkesseln sind dies:
1. Sicherheitsventil ( zur Vermeidung von Überdruck)
2. TAS (zur Vermeidung von Übertemperatur)
In der Rohrstrecke zwischen dem Heizkessel und den Sicherheitseinrichtungen sowie deren Ablauf darf keine Absperrmöglichkeit vorhanden sein!

Was kostet eine Kachelofen-Zetralheizung?

Bei der Kostenberechnung für ein Kachelofen-Zentralheizungs-System ist zu berücksichtigen, dass durch den Einsatz der Kachelofen-Zentralheizung die Kosten für ein zusätzliches Heizgerät, wie z.B. ein Öl- oder Gaskessel, entfallen können und vermehrt mit dem heimischen, von der Preisentwicklung fossiler Brennstoffe weitgehend unabhängigen Brennstoff Holz geheizt werden kann. Nähere Informationen zu den Kosten erhalten sie nach eingehender Beratung bei uns.

Welche Brennstoffe kommen in einer Kachelofen-Zentralheizung zum Einsatz?

Als umweltfreundliche Brennstoffe für die Kachelofen-Zentralheizung kommen Scheitholz und/oder Holzpellets zum Einsatz. Mit Holzpellets kann die Kachelofen-Zentralheizung vollautomatisch betrieben werden. Somit ist höchster Heizkomfort bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen garantiert.

Welche Möglichkeiten bestehen zur Brauchwassererwärmung im Sommer, wenn der Kachelofen nicht beheizt wird?

Kachelofen-Zentralheizungen lassen sich sehr gut mit anderen Heizwassersystemen, wie z.B. Solarthermie oder Wärmepumpe kombinieren. Bei entsprechender Auslegung der zusätzlichen Heizsysteme und Wärmespeicher kann der gesamt Brauchwasserbedarf im Sommer mit diesen abgedeckt werden. Muss z.B. auf Grund einer ungünstigen Wetterlage die Kachelofen-Zentralheizung im Sommer betrieben werden, so kann der Raumwärmeanteil durch eine entsprechende Wahl der Betriebsparameter des Kachelofen-Zentralheizungssystems klein gehalten werden.

Welche Wärmeabgabesysteme eignen sich für eine Kachelofen-Zentralheizung?

Besonders geeignet sind Wärmeabgabesysteme, die mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten, z.B. Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen. Es können damit jedoch prinzipiell auch Radiatoren betrieben werden. Angaben zu den optimalen Wärmeabgabesystemen für die jeweiligen Heizwassersysteme erhalten sie bei Ihrem Planer oder Fachbetrieb.

Wie funktioniert die Thermische Ablaufsicherung?

Das Sicherheitssystem TAS besteht aus üblicherweise aus 3 Komponenten: - einem im Heizkessel integrierten Wärmetauscher - einem Temperaturfühler - Einem Ventil in der Kaltwasserzuleitung Temperaturfühler und Ventil sind miteinander über eine dünne Kapillarrohrleitung verbunden – eine Temperaturerhöhung über 95°C am Fühler führt durch Ausdehnung der Flüssigkeitsfüllung zum Öffnen des Ventils. Die Folge: Kaltwasser strömt durch den Wärmetauscher und kühlt den Heizkessel solange, bis die Kesseltemperatur unter die kritische Temperatur sinkt. Aufgrund der Bauweise ist keine Hilfsenergie (Strom) notwendig. Das Ventil schließt durch Federdruck selbsttätig.

Wie groß soll der Pufferspeicher sein?

Richtwert ist 55 Liter pro kW Nennwärmeleistung. Sinnvollerweise erfolgt die Auslegung durch uns unter Berücksichtigung der Anlagenkonzeption.

Wie oft muss ein Kesselgerät gereinigt werden?

Die Wartungsintervalle sind abhängig von der Bauweise des Gerätes, der Betriebsweise und –häufigkeit sowie der eingesetzten Holzqualität und Holzfeuchte. Verschmutze Wärmetauscherflächen übertragen die Wärme schlechter an das Heizwasser, der Wirkungsgrad der Anlage sinkt. Als Richtwert empfehlen wir die Reinigung der Wärmetauscherflächen alle 4 Wochen und eine gründliche Wartung 1 x pro Jahr. Beachten Sie die speziellen Angaben zum Gerät

Fragen-Antworten zur "Feuerungstechnik"


Fragen

 

Antworten

Aus welchem Werkstoff bestehen Ofensichtscheiben?

Sichtscheiben von Heizeinsätzen bestehen aus Glaskeramik – vergleichbar mit den Glaskeramikkochflächen von Küchenherden.

Die Brennraumschamotte unseres Kachelofens haben Risse. Müssen diese nun ausgetauscht werden?

Schamottesteine sind hochtemperaturbeständige Materialien mit der Funktion, die dahinter liegenden Ofenwände aus Metall oder Guss zu schützen. Einzelne Risse in diesen Steinen können vorkommen und stellen keinen Reklamationsgrund dar, da es sich hierbei um einen natürlichen Prozess bei punktuell hoher Belastung handelt. Die Schutzfunktion bleibt bestehen, es müssen deshalb keine Steine ausgewechselt werden. Ein Garantieanspruch bei Schamotteplatten tritt nur dann in Kraft, wenn sich Material auf Grund schlechter Massen in sandiger oder stückiger Form löst und somit ihre bestimmungsgemäße Schutzfunktion laufend vermindert.

Die Ofenanlage riecht nach langer Stillstandszeit:

Während der Stillstandszeit hat sich auf den Ofenbauteilen Staub abgelagert. Dieser „verbrennt“ bei ersten Heizen. Reinigen sie die Oberflächen von Heizeinsatz, Rauchrohren und Wärmetauscher vor der Beheizung. Bei starker Überlastung der Anlage (zu große Brennstoffmengen) kann es ebenfalls zur Geruchsbildung kommen.

Die Ofenanlage riecht bei der Erstinbetriebnahme:

Bei den ersten Heizzyklen erwärmen sich die Bauteile, fertigungsbedingt anhaftende Öle und Lack verdampfen bzw. härten aus. Dies lässt sich trotz Verwendung hochwertiger Lacke und Reinigungsverfahren im Fertigungsprozess nicht vollständig verhindern. Da die Ofenanlage nicht sofort auf volle Leistung gebracht sondern vernünftigerweise langsam ausgeheizt wird steigern sich die erreichten Temperaturen mit steigender Brennstoffmenge. Dadurch können Gerüche mehrfach wahrgenommen werden, die Intensität nimmt jedoch sehr rasch ab. In jedem Fall für ausreichende Belüftung sorgen. Vor der Erstinbetriebnahme auf alle Fälle anhaftende Aufkleber (Einbauhinweise, Artikelnummeraufkleber) entfernen

Die Ofenanlage riecht nach Rauchgas:

Heizgase treten aus. Dichtheit der Verbindungsstücke und Schornsteinzug prüfen und ausreichende Verbrennungsluftversorgung sicherstellen.

Die Scheibe der Feuerungstür verschmutzt:

Eine gewisse Verschmutzung kann nicht vermieden werden. Vor allem in der Startphase kommt es zu unvollständiger Verbrennung mit Bildung von Niederschlag auf der Sichtscheibe. Starke Verschmutzung deutet jedoch auf falsche Bedienung hin. Mögliche Fehlerquellen: falscher – meist zu feuchter – Brennstoff oder mangelnde Verbrennungsluftversorgung.

Ich benötige einen neuen Schamottesatz für meinen Ofen, wohin soll ich mich wenden?

Wir empfehlen Ihnen, sich an Ihren Ofensetzer zu wenden und die Steine über diesen zu beziehen, da Sie sich so erhebliche Frachtkosten sparen können (aufgrund der Schwere der Steine ist ein Versand nur über eine Spedition möglich).

Kann die Verbrennungsluft über einen Zuluftschacht im Schornstein dem Heizeinsatz zugeführt werden?

Grundsätzlich muss jede Schornsteinanlage vom Fachhandwerker berechnet werden. Hierzu gehört neben der Rauchgasabführung und auch die Verbrennungsluftzuführung. Nach unseren Erfahrungen ist die Verbrennungsluftansaugung über einen separaten Zug im Schornstein problematisch, da sich bei Erwärmung des Schornsteines ein natürlicher Auftrieb auch im Zuluftschacht entwickelt und die Verbrennungsluftversorgung erschwert.

Kann ich den Kachelofen sofort mit voller Leistung betreiben?

Nein. In der Ofenanlage werden Bauteile verwendet, die mit Mörtel versetzt sind. Das dort eingeschlossene Wasser muss durch vernünftiges Ausheizen langsam ausgetrieben werden. Bei zu schnellem Aufheizen kann die entstehende Wasserdampfmenge nicht ausreichend abgeführt werden – Funktionsstörungen und Schäden an den Bauteilen sind die Folge. Ihr Ofensetzer informiert sie über die richtige Vorgehensweise.

Kann ich meinen Kachelofen am gleichen Schornstein mit anderen Wärmeerzeugern betreiben?

Der Anschluss mehrerer Wärmeerzeuger an einen gemeinsamen Schornstein ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ansprechpartner ist hier ihr zuständiger Bezirksschornsteinfeger, der nach Prüfung der Schornsteinanlage und der Bauart der Wärmeerzeuger Auskunft geben kann.

Können auch Kohle, Kohlebriketts oder Holzbriketts verheizt werden?

Die rostlose Feuerung ist ideal für den Brennstoff Holz, nicht jedoch für Kohle. Kohle benötigt Verbrennungsluft von unten in die Schüttung und die Möglichkeit, den Glutstock abzurütteln und Asche zu entfernen. Daher kann Kohle nicht verbrannt werden. Zudem ist die Schamottierung speziell auf Holz ausgelegt, bei Verbrennung von Kohle wir der Schamottesatz in kurzer Zeit zerstört. Holzbriketts nach DIN 51731 Größenklasse HP2 darf man jederzeit verheizen.

Können die Kamineinsätze mit Schiebetür auch offen betrieben werden?

Grundsätzlich können Sie Kamineinsätze offen betreiben, die Gerätekonstruktion lässt dies zu. Ob der offene Betrieb der Feuerstätte tatsächlich möglich ist, hängt allerdings von der Gesamtanlage ab. Hier spielen Faktoren wie Schornsteindurchmesser, Schornsteinhöhe, Verbrennungsluftversorgung usw. eine Rolle. So muss z.B. eine offen betriebene Feuerstätte an einem eigenen Schornstein angeschlossen sein – eine Schornstein-Mehrfachbelegung ist nicht möglich. Entscheidungsgrundlage ist die Schornsteinberechnung, die der Ofensetzer erstellt.

Wann kommt es zu einer Verpuffung?

Holz zersetzt sich bei der Erwärmung - es entsteht brennbares Gas. Das Gas mischt sich mit der in den Feuerraum einströmenden Verbrennungsluft und verbrennt mit der typischen langen Flamme. Dieser Entgasungsprozess lässt sich nur durch Abkühlung reduzieren bzw. unterbinden, nicht jedoch durch Abschließen der Verbrennungsluft. Schließen Sie also während des laufenden Abbrandes die Verbrennungsluft geht die „Gasproduktion“ weiter, die notwendige Verbrennungsluft fehlt. Die brennbaren Gase sammeln sich zu einer „kritischen Masse“ und zünden beim ersten Kontakt mit Verbrennungsluft schlagartig. Die Folgen reichen von Schäden bis zur vollständigen Zerstörung der Ofenanlage mit Gefahren für Leib und Leben.

Was ist der Unterschied zwischen Nennwärmeleistung und Feuerungswärmeleistung?

Unter Nennwärmeleistung versteht man die wirksam an den Wohnraum abgegebenen Wärmeleistung. Die Feuerungsleistung ist die im Feuerraum vom Brennstoff freigesetzte Wärmeleistung. Vor allem bei Ofenanlagen mit großen Speichermassen, bei denen die während der relativ kurzen Abbrandphase freigesetzte Wärme über einen langen Zeitraum verzögert abgegeben wird, können Feuerungsleistung und Nennwärmeleistung deutlich voneinander abweichen.

Was ist ein Speicherkachelofen/Grundofen?

Eine Kachelofen-Bauart, bei der die im Feuerraum freigesetzte Energie verzögert über Stunden an den Raum abgegeben wird. Geheizt wird in einem gemauerten Feuerraum. Die Rauchgase ziehen durch die Züge des Wärmespeichers, der so wie ein "Wärmeakku" aufgeladen wird, um dann wieder langsam diese Energieladung über seine Oberfläche als milde Strahlungswärme abzugeben. Die Heizleistung wird vom Ofenbauer bei der Planung über die Ofenoberfläche und Wandstärkeentemperatur bestimmt. Die Speicherleistung wird durch das Gewicht beeinflusst.

Was ist ein Warmluftkachelofen?

Eine Kachelofen-Bauart, bei der die in der Abbrandphase freigesetzte Energie schnell in Heizleistung umgesetzt wird. Der Ofenaufbau: In der Ofenverkleidung wird ein freistehender Heizeinsatz aus Gusseisen mit nebenstehender, metallischer Nachheizfläche aufgestellt. Die in die Ofenverkleidung – über Öffnungen im Sockelbereich - einströmende Raumluft erwärmt sich an den heißen Oberflächen und strömt als Warmluft – meist über Luftgitter - in den Aufstellraum.

Was ist eine Anheizklappe?

Die Anheizklappe ist eine Absperreinrichtung im Rauchgaskanal und verschließt einen verkürzten, direkten Weg der Rauchgase zum Schornstein. Bei geschlossener Anheizklappe (Normalbetrieb) durchströmen die Rauchgase den kompletten Wärmetauscher. Die Anheizklappe kann von Hand betätigt oder über einen Stellmotor automatisch angesteuert sein.

Welche Funktion hat die Anheizklappe?

Das Feuer brennt nur dann, wenn die Rauchgase vernünftig durch den Auftrieb (Unterdruck) im Schornstein abgeführt werden. Der Auftrieb ist jedoch nicht immer konstant, er hängt wesentlich vom Temperaturunterschied (und damit dem Dichteunterschied) zwischen Rauchgas und Außenluft ab. Ungünstige Witterungslagen (hohe Außentemperatur, Sonneneinstrahlung in den Schornstein oder ungünstige Windanströmung der Schornsteinmündung) oder lange Stillstandszeiten der Ofenanlage können den Auftrieb im Schornstein verringern. In solchen Situationen „startet“ die Verbrennung schlecht, der Ofen qualmt und zieht nicht. Durch Öffnen der Anheizklappe wird der Weg der Rauchgase zum Schornstein verkürzt und damit der notwendige Unterdruck verringert – die Verbrennung startet schneller. Nach wenigen Minuten ist der Schornstein ausreichend angewärmt, der Auftrieb hat sich aufgebaut, die Anheizklappe wird wieder geschlossen.

Was ist eine Drosselklappe?

Die Drosselklappe ist eine Einrichtung im Rauchgas-Verbindungsstück und verändert den freien Querschnitt des Abgaskanals. Damit lässt sich der Strömungswiderstand der Ofenanlage durch Verstellen der Drosselklappe verändern – der Betreiber hat die Möglichkeit auf die unterschiedlichen Zugverhältnisse im Schornstein zu reagieren. Die Betätigung erfolgt üblicherweise von Hand.

Was ist eine Durchheiztür (DHT)?

Die Durchheiztür ermöglicht die Beschickung des Heizeinsatzes mit Brennstoff von der Rückseite (z.B. aus dem Nachbarraum).

Was ist Speckstein?

Ein Naturstein mit einer sehr hohen Rohdichte. Er wird deshalb gerne als Speichermasse verwendet. Bevorzugt als Verkleidung von Öfen, aber leider nur in den Farben grau erhältlich. Wem dies nicht gefällt, kann dieses Material auch verputzt oder verblendet aufbauen lassen.

Was ist zu tun, wenn der Schornstein in der Übergangszeit nicht richtig zieht?

Durch Entzünden eines Lockfeuers im Schornstein vor dem Anzünden des Ofens kann der Auftrieb verbessert werden. Der Zugang zum Schornsteinbasis ist an der Basis über die dort platzierte Reinigungstür möglich. Schichten Sie dort einige Zeitungsknäuel locker in den Schornstein ein und brennen das Papier unter Aufsicht bei angelehnter Kamintüre ab. Dabei Ofentüren geschlossen halten. Die Schornstein-Reinigungstür muss wieder geschlossen werden.

Welche Eigenschaften hat Glaskeramik?

Glaskeramik dehnt sich bei Erwärmung nicht aus – daher bauen sich im Material keine Spannungen auf. Auch bei schneller Abkühlung besteht keine Gefahr von Spannungsrissen oder Bruch. Bis zu 700°C kann die Glaskeramik belastet werden. Bei höheren Temperaturen wird das Glas milchig trüb. Die Standfestigkeit ist dadurch nicht wesentlich verändert, jedoch die Durchsichtigkeit geht verloren.

Welchen Schornsteinquerschnitt benötige ich für meinen Kachelofen / Heizkamin?

Da hier verschiedene Faktoren eine Rolle spielen (z. B. Schornsteinhöhe, Meereshöhe, Heizeinsatz-Leistung und -bauart, ...) kann keine pauschale Aussage gemacht werden. Der Fachhandwerker muss eine Schornsteinberechnung durchführen. Richtwerte: für Kachelöfen mindestens 16 cm, für Heizkamine mindestens 18 cm Durchmesser.

Wie reinige ich Ofenscheiben aus Glaskeramik?

Sichtscheiben lassen sich am besten mit einem feuchten (nicht nass!) Papiertuch reinigen. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich ebenfalls mit dem feuchten Papiertuch, dass in etwas Holzasche getaucht wurde, lösen. Vermeiden Sie die Verwendung von Reinigungsmitteln und speziellen Schaumreinigern. Die Inhaltsstoffe dieser Reiniger greifen bei Kontakt mit Ofendichtungen diese an und führen zur Zerstörung der Dichtung

Womit können bewegliche Bauteile am Heizgerät geschmiert werden?

Normale Öle oder Fette sind ungeeignet, da diese bei höheren Temperaturen „verharzen“. Am besten geeignet ist Graffitspray, dass einen Trockenschierfilm ausbildet und gute Eindringfähigkeit besitzt. Hier gibt es verschiedene Produkte im Fachhandel, z.B. Molykote R321 oder Bechem Berucoat AF 438. Erhältlich auch beim Kachelofenbauer.

Woraus bestehen die Dichtschnüre?

Aus hitzebeständigen und gesundheitlich unbedenklichen e-Glas- oder Silikatfasern.

Fragen-Antworten zum "Brennstoff"


Fragen

 

Antworten

Darf man jede Art von Holzpellets verheizen?

Nein. Es dürfen ausschließlich Holzpellets, die nach DINplus zertifiziert sind, verwendet werden. Die Verwendung von Holzpellets, die nicht diesen Normen entsprechen, ist unzulässig, da weder der vom Gesetzgeber geforderte Emissionswert noch die Funktion des Gerätes gewährleistet werden kann. Die Einhaltung der Norm garantiert gewisse mechanisch Eigenschaften und die Verwendung von naturbelassenem Holz als Grundstoff.

Was ist der Unterschied zwischen Festmeter – Raummeter – Schüttmeter?

Holz wird für unterschiedliche Verwendungszwecke in unterschiedlichen Maßeinheiten gehandelt. Holzverarbeitende Betriebe kaufen Holz in Festmeter, vorstellbar als massiven Würfel von 1x1x1m Kantenlänge. Das Handelsmaß für Scheitholz ist der Raummeter – oder Ster – ein geschichteter Würfel von 1x1x1 m Rundholzabschnitten oder gespaltenem Holz. Durch die Zwischenräume zwischen den Abschnitten hat der Raummeter weniger Holzvolumen als der Festmeter. Der Schüttmeter ist ebenfalls eine Maßeinheit im Brennholzverkauf. Hier ist das Volumen 1x1x1m nicht mit geschichtetem sondern lose geschüttetem Scheitholz gefüllt. Das Holzvolumen eines Schüttmeters ist geringer als das eines Raummeters.

Welche Holzbriketts sind geeignet?

Holzbrikett nach DIN 51731 sind aus naturbelassenen Holz hergestellt und für die Verfeuerung in Einzelfeuerungen zugelassen. Der Hersteller gibt die geeignete Brikettgröße und -menge für die Feuerstätte an.

Welches Holz darf ich verheizen?

Zur Verfeuerung in Einzelfeuerstätten ist nur naturbelassenes Scheitholz einschließlich anhaftender Rinde geeignet und zugelassen. Das Scheitholz muss gelagert werden, bis die Feuchte unter 20% liegt. Beschichtetes, lackiertes oder behandeltes Holz darf nicht verfeuert werden.

Wie lagere ich Brennholz richtig?

Am besten locker geschichtet im Stapel, möglichst von Sonne beschienen, gut durchlüftet und gegen Regen mit Abdeckung geschützt. Ungeeignet ist die Lagerung in feuchten, geschlossenen Räumen ohne Belüftung.